Die Sinne des Hundes

Die Nase: Der wichtigste Sinn beim Menschen ist das Sehen. Wir können uns mit Hilfe der Optik Klarheit verschaffen. Das Sehen erledigt der Hund mit seiner Nase, diese ist für ihn die Welt, eine Welt die von Gerüchen bestimmt ist. Ein Hund kann aber auch riechen ob wir ihn mögen oder nicht, ob wir gut drauf sind oder nicht. Er wird feststellen können wie wir von ihm denken, so sehr wir uns auch bemühen zu lächeln unser Angstschweiß entgeht im nicht. Einem Hund entgeht keine Fährte er weiß wie alt sie ist und wo sie hinführt. Wenn er sein Bein hebt, gibt er ein Kommentar als Nachricht von sich. Für den Hund gibt es nichts was genau gleich riecht, für ihn riecht fast alles anders.

 

Der Magen und die Verdauung des Hundes

Ein Hundemagen ist dehnbar. Sie können also so viel fressen, bis alles wieder raus muss. Andererseits kann ein Hund aber auch mehrere Tage ohne Fressen auskommen. Die Magensäure kann große Nahrungsbrocken und sogar Knochen verarbeiten. Aber hat der Hund allerdings zu hastig gefressen, gibt der Körper es genauso leicht wieder ab (er muss brechen). Der Darmkanal ist bei Hunden jedoch kürzer als bei Pflanzenfressern etwa nur fünfmal so lang wie sein Körper bei anderen Tieren wie der Ziege kann er sogar fünfundzwanzig mal so lang sein. Die zerkleinerte Nahrung wird im Dünndarm bearbeitet. Die unverdaulichen Nahrungsteile kommen in den Grimmdarm. Dort werden diese zu Kot eingedickt und dies wird durch den Mastdarm und durch die After ausgeschieden. Die Nieren sind für den Hund lebenswichtig. Versagen diese Funktionen, kommt es zur Harnvergiftung und zum Tod.

Der Umgang mit anderen Hunden

dogs-679896_640 Sie dürfen auf keinen Fall den Kontakt ihres Hundes zu einem anderen Hund meiden, damit er nicht zum reinen Menschenhund wird. Hunde begrüßen sich zunächst mit Nasenkontakt, danach beschnuppern sie sich an den hinter dem Schwanz liegenden Drüsen, die mehr Auskünfte geben. Während des Schnüffelns, prägen sie sich ein, wer zuerst den andren beschnüffeln darf. Manchmal folgt die Klärung durch Fellsträuben, knurren oder eine kleine Rauferei. Aber meistens merken wir gar nicht wie sie sich einigen. Diese Rangordnung kommt noch aus der Zeit der Wölfe. Dort war im Rudel genau festgelegt, wer mehr Freiheit hat. Das macht auch den Umgang mit ihnen gemütlicher, denn wenn wir den Hunden noch wenn sie klein sind beibringen, dass wir den ersten Rang haben, kommt es auch nicht zu Auseinandersetzungen. Ihr Hund fühlt sich in ihrer Gegenwart immer noch am wohlsten.

Die Körpersprache der Hunde

dogs-430192_640 Hunde können sich mit vielen unterschiedlichen Arten ausdrücken zum Beispiel mit Winseln, Heulen, Bellen, Fiepen, Knurren, Japsen und sogar noch mit viel mehr Arten. Es gibt auch Rassen die sehr sprechfreudig sind zum Beispiel Spitze, kleine Terrier, Basset oder Beagle. Aber es gibt auch Hunde die weniger viel sprechen zum Beispiel Rassen wie Dalmatiner, Neufundländer, Chow-Chow oder Hovawart. All dies mit der Einschränkung das Hund von Haus aus Sprachindividualisten sind. An ihrer Äußerung, wie auch an ihren Bewegungen, ob sie Lust oder auch Schmerz fühlen natürlich können sie auch andere Gefühle ausdrücken. Einige Bewegungen können auch bedeuten: „Spiel mit mir!“, „ Wo ist mein Futter?“, „ Kannst du Gassi mit mir gehen?“ und anderes. Aber am meisten erkennt man an ihrem Verhalten, wie sie sich fühlen. Das sieht man an der Ohrenrute, an dem Fell und der Mimik. So erkennt man zum Beispiel einen angriffsbereiten Hund an aufgestellten Ohren und steif nach hinten stehender Rute, hoch gezogenen Lefzen und gesträubten Fell. Die Faustregel: Alles was den Hund größer macht, bedeutet eine Drohung, beispielsweise das Heben der Rute, das Aufstellen der Ohren oder das sträuben des Fells. Andererseits wenn der Hund ängstlich ist, verhält er sich genau anders herum: Er macht sich kleiner, die Ohren werden nach hinten angelegt, der Schwanz wird eingekniffen und das Fell ist glatt.

Quelle: Drews/Nordmann, Unser Hund, Augsburg, 1992.